Oldenburg: Veranstaltungsreihe: „Was bildet ihr uns ein?!“

Zur Kritik pädagogischer und gesellschaftlicher Verhältnisse.

 

Blödmaschine Beutelsbach?

Donnerstag, 19.April 2018   18Uhr

Raum: A01 0-008

 

Der »Beutelsbacher Konsens« gilt in der Politischen Bildung als Schlüsselereignis des fachdidaktischen Selbstverständnisses. Gemeinhin wird er als Anfang der Erfolgsgeschichte einer akademischen Profession (Wolfgang Sander) interpretiert –  es lässt sich aber auch gerade darin das Problem sehen und in ihm zudem eine folgenschwere fachdidaktische Variante des Radikalenerlasses erkennen.

Nach einführender Vorstellung im Wortlaut wird daher in der Veranstaltung eine disziplinengeschichtliche Einordnung vorgenommen sowie die Rezeptions- und Wirkungsgeschichte skizziert. Anhand von ausgewählten Beiträgen des bei der Bundeszentrale für politische Bildung zum 40. Jahrestag des Konsenses 2016 erschienenen Sammelbandes »Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens?« und von konkreten Anwendungsbeispielen sollen in der anschließenden Diskussion Reichweite und Grenzen sowie der tatsächliche Gebrauchswert des »Beutelsbacher Konsenses« ausgelotet werden.

Referent: Sven Rößler

 

Emanzipatorische Bildungsarbeit

Donnerstag, 26. April 2018   18Uhr

Raum: A01 0-008

 

Was der Weltmarkt verbockt, kann die Pädagogik nicht reparieren

Jede pädagogische Arbeit ist in gesellschaftlicher Verhältnisse eingebunden. Was kann dabei unter emanzipatorischer Pädagogik verstanden werden und in welchem Verhältnis stehen politische und pädagogische Intervention zueinander? Welche Rolle spielt Bildung in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft? Welchen Beitrag kann (außerschulische) Bildung zu einer Veränderung von Gesellschaft leisten, worin liegen die Potentiale und worin die Grenzen?

Referentin: Rosa Bracker (Diplompädagogin und Bildungsreferentin)

 

Inklusion

Von Krüppeln, Kitteln und Kämpfen. Behinderung und Staat in Deutschland

Donnerstag, 03. Mai 2018    18Uhr

Raum: A01 0-008

 

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2006 ist das Wort „Inklusion“ in Deutschland aller Munde. War die Inklusion einmal als Werkzeug für Emanzipation und Empowerment gedacht, bewegt sie sich in der heutigen Praxis irgendwo zwischen lästiger Verwaltungsaufgabe und euphemistischem Label für neo-liberales Diversity-Management. Dabei bleibt oft verkannt, dass Inklusion nur nötig ist, weil Exklusion die Regel ist. Sie findet nicht im unpolitischen Raum, sondern vor einem vorbelasteten historischen Hintergrund statt. Ausgehend vom schwierigen Verhältnis von Behinderung und Staat werden wir durch die Geschichte der Behindertenbewegung in Deutschland und ihren Kampf um gesellschaftliche Teilhabe geführt.

Referent: Frieder Kurbjeweit

In Kooperation mit dem Be-Ref der Uni Oldenburg

 

 

Bildquellen

  • GEW_SoSe18_Faltflyer Kopie: nelefuchs

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